ChatGPT ist Ihnen sicher reichlich bekannt. Hinter dieser Chatanwendung steckt das (noch) bekannteste Sprachmodell, GPT-5. Wahrscheinlich ist Ihnen auch bekannt, dass es Wettbewerber gibt, die ebenfalls Sprachmodelle anbieten, z.B. Anthropic mit Claude, Google mit Gemini oder Mistral AI mit dem gleichnamigen Sprachmodell.
Bei Karl AI haben Sie den entscheidenden Vorteil, alle diese Sprachmodelle auswählen zu können, ohne jedesmal ein Extra-Abonnement abschließen zu müssen! In diesem Artikel wollen wir ein bisschen darauf eingehen, was Sie in Karl AI mit den Sprachmodellen anfangen können.
Was machen generative Sprachmodelle in Karl AI?
Mit Karl AI entwerfen Sie Prompts für die Interpretation empirischer Materialien wie Interviews, Gruppendiskussionen oder Beobachtungsprotokolle u. ä. Die von Ihnen entworfenen Prompts (oder vorgefertigte von Karl AI) werden zusammen mit den empirischen Materialien und ggf. noch weiteren Informationen über eine sog. API Verbindung an ein zuvor von Ihnen ausgewähltes Sprachmodell geschickt, z.B. an ein Claude Modell von Anthropic. Das Modell verarbeitet die Eingabe und seine Interpretation wird dann an die Oberfläche von Karl AI zurückgespielt. Dort können Sie Rückfragen an das Modell stellen und das Ganze für Ihre Zwecke passend aufbereiten und in einem, an Ihren Bedürfnissen orientierten Ordnersystem abspeichern und später weiterverarbeiten.
Warum verschiedene Sprachmodelle?
Die Sprachmodelle werden von unterschiedlichen Firmen erstellt, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen, etwa bei der Auswahl der Trainingsmaterialien oder auch dem eigentlichen Training der Modelle. Sie unterscheiden sich z. B. in der Anzahl von Parametern (größer ist nicht zwangsläufig immer besser) und in den benutzten Algorithmen. Das führt im Output zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Ergebnisse hängen aber nicht nur von den Modellen selbst ab, sondern wesentlich auch von den Inputdaten, z. B. von den von Ihnen eingegebenen Prompts oder anderen Kontextinformationen, die dem Modell gegeben werden.
Welches Modell sollten Sie in Karl AI benutzen?
Die Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Noch vor einem Jahr waren die Modelle von OpenAI am leistungsfähigsten und am weitesten verbreitet. Mittlerweile haben die Modelle von Anthropic diejenigen von OpenAI ein- und, wie manche meinen, auch überholt. Der europäische Anbieter Mistral fällt etwas ab, ist aber datenschutzsicher, da die Daten in der EU verarbeitet werden.
Perspektive
Wir haben aktuell verschiedene Modelle von den oben genannten drei Anbietern in unserern KI-Interpreter integriert. In Zukunft werden wir dort weitere Modelle von anderen Anbietern hinzufügen. So planen wir Modelle von Google (Gemini) zu implementieren und sind in Kontakt mit Apertus, einem unter Datenschutz- und Transparenzgesichtspunkten interessanten Anbieter aus der Schweiz. Ein weiteres Thema sind sog. lokale Modelle, also solche, die bei den User:innen auf dem eigenen Computer laufen und nicht an externe Anbieter in der Cloud verschickt werden. Wir haben mit einigen lokalen Modellen auf unserem Server experimeniert, allerdings sind sie bisher noch nicht so leistungsfähig, dass wir sie der Allgemeinheit zur Verfügung stellen möchten.
Wie starten?
Grau ist alle Theorie. Um ein Gefühl für die Leistungsfähigkeit der Modelle, aber auch deren Unterschiede zu bekommen, hilft nur eins: Probieren Sie Karl AI aus! Nehmen Sie ein Transkript und lassen es von allen Modellen mit dem gleichen Prompt interpretieren. Sie können hierfür auch unsere DGSVO-konformen Beispieldaten benutzen. Beim Vergleich der Ergebnisse bekommen Sie schnell ein Gefühl für Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Modelle.